Die Jury in Haupt- und Finalrunde 2026

Wolfgang Newerla
(Vorsitzender)
studierte Gesang in München, Detmold und Hamburg, ist Preisträger des Belvedere Wettbewerbs Wien und seit vielen Jahren Gast an einer Reihe von namhaften nationalen und internationalen Opernhäusern. Seine große musikalische Neugier verschaffte ihm früh den Ruf, zu den Sängern mit dem interessantesten Repertoire seines Fachs zu gehören.
Er debütierte mit großem Erfolg an der Staatsoper München als Mary in Zimmermanns SOLDATEN (Kirill Petrenko / Regie: Andreas Kriegenburg) und übernahm diese Partie 2018 auch am Teatro Real Madrid. Bei den Münchner Opernfestspiele gastiert er im gleichen Jahr in der Uraufführung von Nikolaus Brass’ DIE VORÜBERGEHENDEN mit der Partie des Vaters. Weitere Partien sind z.B. der Kommerzienrat in INTERMEZZO (Strauss) im Theater an der Wien, Tschekunoff und Don Juan in TOTENHAUS an der Staatsoper Hannover, Panthée/Mercure in LES TROYENS an der Staatsoper Stuttgart und Hans Zenders CHIEF JOSEPH sowie den Dr. Vigelius in Schrekers DER FERNE KLANG an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. An der Oper Leipzig sang er in Luca Lombardis DMITRI und Schönbergs VON HEUTE AUF MORGEN, an der Oper Nürnberg den Prospero in Luca Lombardis DER STURM, an der Semperoper Dresden den Jupiter in Strauss’ DIE LIEBE DER DANAE. Die Schwetzinger Schlossfestspiele erlebten ihn in Georg Friedrich Haas’ Uraufführung der Oper THOMAS mit der Partie des Matthias, die Münchener Opernfestspiele in CARMINA BURANA. Weitere Gastspiele führten ihn u.a. zur Ruhrtriennale, an die Volksoper Wien, das Teatro Real in Madrid, die Opéra National de Lyon, die Deutsche Oper Berlin und die Deutsche Oper am Rhein.
Sein großes Interesse gilt auch dem Barock-Repertoire. So war er u.a. an szenischen Produktionen von Filosofo Nella Campagna, Serva Padrona, Serva Scaltra, Pimpinone, Almira, Saul und Jephta beteiligt und musizierte dabei mit Orchestern wie dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin.
Er arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Ivor Bolton, Kirill Petrenko, Michael Gielen, Phillippe Jordan, Thomas Hengelbrock, Sylvain Cambreling, Manfred Honeck, Christopher Hoogwood und Roy Goodman sowie mit Regisseuren wie Peter Mussbach, Christoph Loy, Barrie Kosky, Andreas Kriegenburg und Stephan Kimmig.

Julia Baier-Tarasova
Die ukrainische Mezzosopranistin begann ihre Gesangsausbildung an der nationalen Musikakademie Peter Tschaikowsky in ihrer Heimatstadt Kiew. 2017 erlangte sie den Masterabschluss an der HMT Rostock bei Martina Rüping. Während des Studiums gastierte sie als Solistin am Theater Vorpommern und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.
Sie ist Preisträgerin beim internationalen Gesangswettbewerb für Kirchenmusik „cantateBach!” in Greifswald, beim Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg und beim Internationalen Gesangswettbewerb „Bella Voce” in Moskau. Als Liedinterpretin wurde sie mit dem Sonderpreis exil.arte der mdw (Wien) beim Interpretationswettbewerb Verfemte Musik in Schwerin ausgezeichnet.
Nach ihrer Tätigkeit beim internationalen Opernelitestudio des Theaters Lübeck ist Julia Baier-Tarasova seit 2019 Ensemblemitglied am „Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz“. Regelmäßige Engagements führen sie nach Hamburg in die Laeiszhalle und die Elbphilharmonie.
Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, der Ad Infinitum Stiftung, der Yehudi Menuhin Stiftung “Live music now” und des Greek opera studios.

Prof. Wojciech Maciejowski
wurde in Posen geboren und war zehn Jahre lang Chorsänger und Solist des Posener Knabenchors von Jerzy Kurczewski. Er absolvierte ein Musikwissenschaftsstudium an der Katholischen Universität Lublin, ein Postgraduierten-Dirigierstudium an der Musikakademie in Bydgoszcz und die Gesangs- und Schauspielabteilung der Musikakademie in Posen (Diplom mit Auszeichnung in der Klasse von Prof. Ewa Wdowicka).
1990 war Maciejowski Stipendiat der Mozart-Gesellschaft und der Akademie Mozarteum in Salzburg, wo er unter der Leitung von Prof. E. Häfliger und E. Tappy an der Interpretation von Mozarts Musik arbeitete.
Seit 1988 kooperiert er mit Opernhäusern in Polen (Posen, Bytom, Krakau, Łódź, Stettin) und im Ausland (Brüssel, Antwerpen, München, Salzburg, Frankfurt/M, Prag, Bern). Er trat auch auf berühmten Musikfestivals auf, darunter in Łańcut, Kudowa, Brighton, Tokio, Prag (Prager Frühling), Wien (Wiener Klassik), Salzburg (Mozartwoche) und arbeitete mit so berühmten Dirigenten wie Gerd Albrecht, Sylvan Camberling, Silvio Varviso, Hans Zender, Bernard Heitink, Stefan Stuligrosz, Tomasz Bugaj, Wojciech Michniewski, Tadeusz Wojciechowski und Jerzy Salwarowski.
Ab 1996 unterrichtet er Sologesang an der Musikakademie in Posen. Im Jahr 2003 erlangte er die Habilitation in Kunst an der Musikakademie in Warschau. Im Jahr 2010 erhielt er vom Präsidenten der Republik Polen den Titel eines Professors für Musikkunst. Von 2008 bis 2015 war er Dekan der Gesangsfakultät der Musikakademie in Posen. Er leitet Gesangsmeisterkurse und ist Juror internationaler Wettbewerbe.
Maciejowski ist Gewinner von drei Preisen beim Ada Sari Vocal Art Competition (1988) und dem 1. Preis beim Moniuszko-Wettbewerb in Warschau (1989).
Zahlreiche Radio-, Fernseh- und CD-Aufnahmen in Polen, der Tschechischen Republik, Deutschland, Belgien, Österreich und den Vereinigten Staaten zeugen von seinem künstlerischen Schaffen.

Britta Schwarz
Die Mezzosopranistin bringt ihr umfangreiches Repertoire in zahlreichen Konzerten mit renommierten Orchestern zur Geltung. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Kent Nagano, Jörg-Peter Weigle, Bruno Weil, Marek Janowski, Peter Schreier und Gustavo Dudamel. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit Sir András Schiff.
Sie arbeitete mit bedeutenden Barock-Ensembles wie z.B. dem Freiburger Barockorchester, mit Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin und der Merseburger Hofmusik zusammen.
Britta Schwarz ist bei vielen Festivals zu Gast, so beim Lucerne Festival, beim Menuhin Festival Gstaad, dem Bachfest Leipzig, den Thüringer Bachwochen, dem Bachfestival Arnstadt, dem MDR Musiksommer, den Schlossfestspielen Weilburg, dem Rheingau Musik Festival und dem Schleswig-Holstein Musikfestival.
In einer vielfältigen Diskographie dokumentiert sich das reiche Spektrum ihres Konzertrepertoires. Neben anderen reizvollen CD-Einspielungen mit Werken von J. S. Bach entstand z.B. im Jahr 2018 mit Christine Schornsheim eine Aufnahme der „Winterreise“ von Franz Schubert.
Seit einigen Jahren lehrt Britta Schwarz an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” in Dresden, wo sie innerhalb der Konzertklasse den Interpretationskurs für Oratorium leitet, außerdem ist sie Gastprofessorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler” Berlin.

Prof. Frank Dittmer
geboren im niedersächsischen Emsland, aufgewachsen in Bad Zwischenahn, erste Studien und C-Kirchenmusikerausbildung in Oldenburg/i.Ol. bei LKMD Dieter Weiss.
Studium der Evangelischen Kirchenmusik und Künstlerischer Aufbaustudiengang im Fach Orgel bei Prof. Michael Schneider und Prof. Dr. Wolfgang Stockmeier an der Musikhochschule Köln.
Erster Preisträger beim 2. Internationalen Gottfried-Silbermann-Wettbewerb (1995) in Freiberg.
Von 1997-2002 Kantor und Organist in Stralsund, ab 2002 bis 2021 Domorganist in Greifswald und Landeskirchenmusikdirektor, zunächst der Pommerschen Evangelischen Kirche, ab 2009 auch der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, ab 2012 im Sprengel Mecklenburg und Pommern in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. 2011 verlieh ihm die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald eine Honorarprofessur, seit 2021 ist er ordentlicher Professor für Kirchenmusik mit dem Schwerpunkt Chorleitung am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Universität. Frank Dittmer ist regelmäßig als Juror bei Chorwettbewerben, u.a. beim Deutschen Chorwettbewerb, tätig. Rundfunkaufnahmen im WDR und NDR sowie CD-Aufnahmen dokumentieren das künstlerische Schaffen. Konzerte im In- und Ausland.
Die Jury in der Vorauswahl 2026

Raik Harder
Künstlerischer Leiter
cantateBach!

Mechthild Kornow

Lars Grünwoldt

Jörg Sievers
Wettbewerbsleiter

Anett Keller

Prof. Frank Dittmer
Künstlerischer Leiter der
Greifswalder Bachwoche